Italien
Was anschauen, was tun?
Ihren Aufenthalt planen
Wo schlafen?
Hotelangebote in Italien Alle Hotelangebote anzeigen
-
Hotel Miralago ab58 €
Buchen -
La Locanda del ab45 €
Buchen -
Hotel Michelangelo Palace ab69 €
Buchen
Angebote im Bereich Freizeit Italien
-
- 55.0 €
- Buchen
-
- 58.0 €
- Buchen
-
Tour nach Chianti mit Weinprobe
- 45.0 €
- Buchen
Die italienische Literatur
Die italienische Literatur
Die italienische Literatur hat ihre eigenen Monumente und Meilensteine. Werfen wir einen Blick auf die Schöpfungen des hl. Franz von Assisi und seiner Nachfolger ...
- Geburt und Blütezeit der italienischen Literatur
- Humanismus und Renaissance
- Gegenreformation und Barock
- Von der Aufklärung zur Dekadenzliteratur
- Von der Dekadenz bis in die Gegenwart
Geburt und Blütezeit der italienischen Literatur
Bedingt durch die Vorrangstellung der lateinischen Sprache begann sich erst im 13. Jh. eine italienischsprachige Literatur herauszubilden. Zu den ältesten Schriften gehört der ergreifende Cantico delle Creature (dt. „Sonnengesang“) des Franz von Assisi (1182-1226), den er getreu seiner Ordensregel nicht – wie damals üblich – in Latein, sondern in der Volkssprache seiner Region verfasste.
Das 13. Jh. war das Jahrhundert der Sizilianischen Dichterschule (Scuola siciliana), einer Gruppe von Dichtern, die am Hofe Friedrichs II. von Hohenstaufen in Palermo lebten und nach dem Vorbild der provenzalischen Minnedichtung in ihrer Landessprache dichteten. Die berühmteste literarische Bewegung des 13. Jh.s war der Dolce stil nuovo („der süße neue Stil“), eine äußerst musikalische Lyrik, die eine platonische und vergeistigte Liebesbeziehung besang, bei der die Frau in den Rang eines Engels erhoben wurde. Der Begriff geht auf Dante zurück, dessen Frühwerk dieser Stilrichtung zuzuordnen ist. Zwei der bekanntesten Vertreter des „Dolce stil nuovo“ waren Guinizzelli und Cavalcanti.
Mit seiner 1307 begonnenen, in toskanischer Mundart verfassten Göttlichen Komödie schuf Dante Alighieri (1265-1321), dessen Vita Nuova (Erneuertes Leben), Rime (Gedichte), Il convivio (Das Gastmahl) und De vulgari eloquentia (Über die Ausdruckskraft der Volkssprache) ebenfalls herausragende Werke sind, die Grundlage für die italienische Schriftsprache und das größte Meisterwerk der italienischen Literatur. Die Divina Commedia beschreibt die visionäre Wanderung des Dichters als die eines sündigen Menschen durch die drei Reiche des Jenseits. Auf dieser fiktiven Reise, bei der der Dichter von Vergil durch Hölle und Fegefeuer geleitet und am Ende von Beatrice durch das Paradies geführt wird, begegnen ihm die verdammten Seelen vieler illustrer Verstorbener, denen im Jenseits die angemessene Strafe für ihr Verhalten auf Erden zuteil wird. Dantes Epos ist ein grandioses, an mittelalterlicher Symbolik reiches Gemälde der menschlichen Natur, in dem sich viele historische Details finden. In seinem Canzoniere, einem Zyklus von Sonetten und Balladen, besang der Dichter und Humanist Petrarca (1304-1374) seine Liebe zu Laura und wirkte durch dieses Werk auf die gesamte europäische Literaturtradition. Boccaccio (1313-1375) schilderte in seiner Sammlung von hundert Novellen mit dem Titel Il Decamerone das Lebensideal des entstehenden Bürgertums auf derb-humorvolle und prägnante Weise.
Humanismus und Renaissance
Die neue kulturelle und philosophische Rückbesinnung auf die griechische und römische Antike entwickelte das Konzept des Humanismus, der den Menschen in den Mittelpunkt des Universums stellte und Universalgenies wie Filippo Brunelleschi, Leon Battista Alberti und Leonardo da Vinci hervorbrachte.
In Florenz, das zum Zentrum des italienischen Geisteslebens aufgestiegen war, wirkte einer der größten Humanisten, der Fürst, Politiker, Förderer der Künste und Dichter Lorenzo de‘ Medici, genannt Il Magnifico („der Prächtige“, 1449-1492). Poliziano (1454-1494), der als Hofdichter Lorenzo de‘ Medicis fungierte, schuf eine Synthese aus lateinischem Erbe, italienischer Lyrik und volkstümlicher Dichtung. Sein Name rührt von der lateinischen Bezeichnung seines Heimatortes Montepulciano her: Mons Politianus. Am Hof von Ferrara wirkte Boiardo (1441-1494) und verfasste Rolando innamorato („Rolands Abenteuer“), ein unvollendetes Ritterepos, in dem er epische und aus der Tradition der Minnesänger stammende Elemente der mittelalterlichen Sagenkreise um Karl den Großen und König Artus miteinander verband.
Die Entdeckung Amerikas war der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Entdeckungsfahrten und brachte den endgültigen Bruch mit einem Weltbild, das sich auf althergebrachten Aberglauben stützte und das in den Herkulessäulen (Straße von Gibraltar), der unüberschreitbaren Grenze der bekannten Welt, dargestellt wurde. Die neuen Erkenntnisse öffneten sowohl geographisch als auch geistig neue Horizonte. Es brach eine Zeit besonders fruchtbarer philosophischer Betätigung an, die in Machiavelli (1469-1527) einen herausragenden Vertreter fand. In seinem Aufsatz Il Principe („Der Fürst“) postuliert er, ein Herrscher könne seinen Staat nur erhalten, wenn er dazu alle ihm zur Verfügung stehenden Mittel ohne moralische Einschränkung nutzt und gegen jeden, der die gesellschaftliche Ordnung stört, gnadenlos vorgeht. Weitere bedeutende Dichter und Denker der Zeit waren Francesco Guicciardini und Ludovico Ariosto (1474-1533), der Autor des Orlando furioso („Der rasende Roland“).
Besonders der klassischen Tradition verhaftet waren Bembo (1470-1547), dessen Werke zur systematischen Erfassung der italienischen Rechtschreibung und Grammatik beitrugen, Baldassare Castiglione (1478-1529), der mit dem Libro del Cortegiano („Der Hofmann“) ein Idealbild des Höflings entwarf, und Michelangelo (1475-1564), der in seinem literarischen Werk eine platonische Auffassung von Liebe und Kunst entwickelte.
Im Gegensatz dazu wandte sich Pietro Aretino (1492-1556) in seinen heiteren Komödien gegen den aristokratischen Klassizismus. Form und Inhalt seines Werks liefen dem höfischen Ideal zuwider. Antiklassizistisch waren auch Ruzzante (1502-1542), der seine realistischen Schilderungen in paduanischer Mundart verfasste, und Cellini (1500-1571), der nicht nur Schriftsteller, sondern auch Bildhauer und Goldschmied war und ein unstetes Leben führte.
Der Maler und Architekt Vasari (1511-1574) tat sich als Biograf hervor und schilderte in seinem Werk Le Vite die Lebensbeschreibungen von mehr als einhundert Künstlern, von Cimabue bis zu ihm selbst.
Gegenreformation und Barock
Die Entdeckung Amerikas, die für die Wirtschaft im Mittelmeerraum schwerwiegende Folgen hatte, und die Verbreitung der Reformation leiteten eine unruhigere Epoche ein. Es begann eine Phase des Konformismus, die arm an großen Werken war. Die Pflege der italienischen Sprache und Grammatik übernahm die Accademia della Crusca, die 1612 das erste Wörterbuch des Italienischen herausgab und damit einen entscheidenden Beitrag zur Erhaltung der Literatursprache leistete.
Die Veränderung des geistigen und kulturellen Klimas spiegelt sich sehr gut in der bewegten Persönlichkeit des Torquato Tasso (1544-1595) und in seinem Hauptwerk Das befreite Jerusalem wider, das in seiner ersten Version die Anliegen der Gegenreformation aufgriff. Aus Furcht vor der Inquisition wurde es später jedoch vom Autor selbst umgearbeitet.
Der Mathematiker, Philosoph und Physiker Galileo Galilei (1564-1642) wandte sich der Theorie des Archimedes zu und verwarf die Lehren des Aristoteles. Als er die Unabhängigkeit der Wissenschaft von Theologie und Philosophie forderte, zog er den Zorn der Kirche auf sich. Vom Protestantismus in ihren Grundfesten erschüttert, versuchte die katholische Kirche damals mit allen Mitteln, ihre brüchig gewordene Machtstellung zu verteidigen. Die Angst vor der Inquisition erstickte jede Kritik im Keim. Die Literatur flüchtete sich in die Künstlichkeit des Konzeptismus (concettismo), einer barocken, von fantastischen Inhalten geprägten Stilrichtung, bei der geistreiche Wort- und Gedankenspiele im Vordergrund standen (wichtigster Vertreter G. Marino).
Von der Aufklärung zur Dekadenzliteratur
Im beginnenden 18. Jh. war die Accademia dell‘Arcadia tonangebend, eine 1690 in Rom gegründete literarische Gesellschaft, die sich dem Vorbild der klassischen bukolischen Dichtung verpflichtet hatte und zum Kampf gegen die manierierte Kunst des Barock aufrief. Einer der wichtigsten Vertreter der arkadischen Rokokolyrik war Pietro Metastasio (1698-1782).
Das Settecento war auch die Zeit des Geschichts- und Rechtsphilosophen Giambattista Vico (1668-1744), der das Modell von der gesetzmäßigen Wiederkehr je eines theokratischen, heroischen und menschlichen Zeitalters in einem Zyklus von Aufstieg, Blütezeit und Verfall entwickelte.
Der Mittelpunkt des italienischen Kulturgeschehens war damals Mailand, wo Verri (1728-1797) und Beccaria (1738-1794) wirkten. Letzterer kämpfte in seiner Abhandlung Über Verbrechen und Strafen mit einer konsequenten logischen Argumentation für die Abschaffung der Todesstrafe. Die wichtigste dramaturgische Persönlichkeit jener Zeit war der venezianische Komödiendichter Carlo Goldoni (1707-1793), dessen Stücke durch die venezianische Umgangssprache große Lebendigkeit und Spontaneität erhielten.
Giuseppe Parini (1729-1799) schrieb satirisch-didaktische Gedichte, in denen er das müßige Leben des Adels geißelte. Der Kampf um Freiheit und die Auflehnung gegen die Tyrannei waren die zentralen Themen der Tragödien Vittorio Alfieris (1749-1803). Ugo Foscolo (1778-1827) knüpft mit seinem Briefroman Ultime lettere di Jacopo Ortis („Die letzten Briefe von Jacopo Ortis“) und seiner lyrischen Dichtung (I Sepolcri, „Gedicht von den Gräbern“) an die Tradition Richardsons, Rousseaus, Goethes und Grays an.
Den Auftakt des 19. Jh.s bildeten Giacomo Leopardi (1798-1837) und Alessandro Manzoni (1785-1873). Der Erstgenannte entwickelte ein Konzept des „historischen Pessimismus“, der auf dem Widerspruch zwischen der Natur als einem Urzustand vollkommenen Glücks und der Vernunft bzw. Zivilisation als Wurzel allen Übels basiert. Diese Überlegung führte ihn in der Folge zum „kosmischen Pessimismus“, den er nunmehr auch auf die Natur ausdehnte, wobei er das Unglück zum Grundprinzip der menschlichen Existenz erklärte. Manzoni hingegen trug mit seinem Roman I promessi sposi („Die Verlobten“) – einem grandiosen Epos über das Leben der einfachen Leute – zur Entwicklung des historischen Romans bei, einem literarischen Genre, das Kreativität und historische Begebenheiten miteinander kombiniert. Manzonis Werk liegt ein christliches Weltverständnis zu Grunde, dem zufolge die Gesellschaft durch Gottes Hilfe ihre Konflikte überwinden kann.
Von Manzonis christlich-optimistischer Grundhaltung ist im Werk des Giovanni Verga (1840-1922), des wichtigsten Vertreters des Verismus, der italienischen Spielart des europäischen Naturalismus, nichts mehr zu spüren. In seinen sozialkritischen Romanen wie z. B. I Malavoglia („Die Malavoglias“) drückt sich sein Engagement für die sozial Schwachen aus, die er als die „Besiegten“ bezeichnet. In der lyrischen Dichtung der zweiten Hälfte des 19. Jh.s spielte Giosuè Carducci (1835-1907) eine wichtige Rolle. Er war 1906 der erste Italiener, der den Nobelpreis für Literatur erhielt. Der melancholisch angehauchte Carducci lehnte die Romantik ab, von der er lediglich den sentimentalen Aufbau übernahm, und ließ sich eher von der antiken Dichtung inspirieren.
Zur Dekadenzdichtung gehörten, wenn auch in jeweils sehr unterschiedlicher Weise, Gabriele D‘Annunzio (1863-1938), ein virtuoser Meister der elitären Sprache, der in seinen Werken die Lust der Sinne feierte, und Giovanni Pascoli (1855-1912), für den die poetische Darstellung der kindlichen Unschuld künstlerischer Ausdruck für den Traum und einen Augenblick wunderbaren Erlebens war.
Von der Dekadenz bis in die Gegenwart
Anfang des 20. Jh.s wurden zahlreiche politische, kulturelle, literarische und moraltheoretische Zeitschriften gegründet, an denen bedeutende Persönlichkeiten wie Guiseppe Prezzolini (1882-1982) und Giovanni Papini (1881-1956) mitarbeiteten.
Die Theorien des Futurismus, einer literarischen Bewegung, die sich auf sämtliche anderen Kunstgattungen ausdehnte, wurden in ihrem Gründungsmanifest von 1909 dargelegt. Tommaso Marinetti (1876-1944), der Begründer und Theoretiker der Bewegung, feierte darin den Mythos Krieg, den dynamisch-explosiven Kult der Bewegung und die Leistungen der Technik als die Errungenschaften einer rauschhaft empfundenen modernen Welt. Formal zeichneten sich diese Theorien durch die Zerstückelung der Syntax und der Satzzeichen und durch die willkürliche Anordnung der Wörter auf dem Papier aus.
Die Psychoanalyse, die Autoren wie Proust, Musil oder Joyce dazu gebracht hatte, sich mit Themen wie Unterbewusstsein und Verdrängung auseinander zu setzen, wurde auch in Italien aufgegriffen. In seinem Hauptwerk La coscienza di Zeno („Zeno Cosini“) – einem langen inneren Monolog, in dem verschiedene Zeitebenen ineinander greifen – beschrieb Italo Svevo (1861-1928), der wichtigste italienische Vertreter dieser Strömung, die wachsende Entfremdung seiner Hauptfigur, die man als den Inbegriff der Unfähigkeit und Schwäche bezeichnen könnte. Luigi Pirandello (1867-1936) schilderte in seinen Theaterstücken die tragische Einsamkeit des Menschen, dessen Identität sich an der Widersprüchlichkeit und Falschheit seiner Mitmenschen aufreibt und dem als letzter Ausweg nur die Flucht in den Wahnsinn bleibt.
Das Werk Grazia Deleddas (1871-1936), in dem sich veristische Einflüsse und das Vorbild D‘Annunzios miteinander vermischen, lässt die geheimnisvolle Atmosphäre ihrer sardischen Heimat wiedererstehen. Ihre Erzählungen handeln von heftigen Leidenschaften und vom tief religiösen Verständnis des Lebens auf Sardinien.
Der Hermetismus, der nach dem Ersten Weltkrieg entstand, hatte sich der Reinheit der lyrischen Sprache verschrieben, die sich von althergebrachten und belastenden Eindeutigkeiten befreien sollte. Die Gedichte von Giuseppe Ungaretti (1888-1970) zeichnen sich durch eine viel sagende, sparsame Sprache aus. Ein anderer wichtiger Vertreter des Hermetismus, Salvatore Quasimodo (1901-1968), erwarb sich als Übersetzer bedeutender Werke Shakespeares sowie griechischer und lateinischer Autoren großes Ansehen.
Besondere Erwähnung verdienen darüber hinaus Eugenio Montale (1896-1981), der mit bitterer und beißender Wortgewandtheit den Überdruss am Leben beschrieb, und Umberto Saba (1883-1957), der durch seine habsburgische Geburtsstadt Triest deutschen und slawischen Einflüssen ausgesetzt war und dessen autobiografisch geprägte Werke Dialekteinfügungen aufweisen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Neorealismus durch, der sich mit dem Leben und dem Elend der Arbeiterklasse, der Bauern und Straßenkinder beschäftigte. Cesare Paveses (1908-1950) Romane, in denen sich eine tiefe Verzweiflung ausdrückt, die den Autor letztendlich in den Selbstmord trieb, kreisen immer wieder um das Thema der Einsamkeit und der Entfremdung. Einer der erfolgreichsten zeitgenössischen Autoren Italiens war Alberto Moravia (1907-1990), dessen Werk eine schonungslose Kritik des Bürgertums darstellt. In seinem Roman „Die Gleichgültigen“ schildert er den moralischen und materiellen Niedergang einer Familie aus der römischen Mittelschicht.
Nach anfänglichen Experimenten mit dem Neorealismus erlangte Italo Calvino (1923-1985) durch philosophisch-märchenhafte Romane, die nicht zuletzt durch ihre feine Ironie bestechen, weltweites Ansehen. Sie zeichnen sich u. a. durch wissenschaftliche Präzision und unterschiedliche Erzähltechniken aus. Der aus Sizilien stammende Leonardo Sciascia (1921-1989) machte es sich zur Aufgabe, die italienischen Übel, allen voran die Mafia, anzuprangern. Seine sozialkritischen Arbeiten nehmen oft die Form von Kriminalromanen oder historischen Tatsachenberichten an. Demgegenüber unterscheidet sich die Schreibweise von Carlo Emilio Gadda (1893-1973), der eine Ingenieurausbildung besaß, durch eine geniale sprachliche Experimentierfreude, die in unverwechselbarer Weise die Scheinheiligkeit, den Wahnsinn und die verborgenen Leiden der modernen Gesellschaft aufzudecken vermag. Pier Paolo Pasolini (1922-1975) war eine der provozierendsten und umstrittensten Figuren der italienischen Literatur. Werk und Leben Pasolinis spiegelten auf tragische Weise den Widerspruch zwischen der marxistischen Ideologie, seiner christlichen Religiosität und den bäuerlichen Wertvorstellungen wider. Das von fantastischen Zügen geprägte Werk des Dichters, Schriftstellers, Zeichners und Journalisten Dino Buzzati (1906-1972), in dem der Einfluss von Maeterlinck und Kafka spürbar ist, beschäftigt sich mit dem Phänomen der Angst und der Absurdität der menschlichen Existenz. Die literarische Schaffensperiode der 1990er-Jahre wurde durch den immensen Erfolg des Romans Der Name der Rose (1980) eingeleitet, dem mittelalterlichen Kriminalroman des Essayisten und Professors für Semiotik Umberto Eco (*1932). Das 20. Jahrhundert klang für die italienische Literatur durch die Verleihung des Literaturnobelpreises 1997 an den Dramatiker und Theaterschauspieler Dario Fo (*1926) äußerst zufriedenstellend aus. Fo ähnelt einem mittelalterlichen Spielmann, der in seinen politisch engagierten Farcen und Burlesken soziales Engagement beweist.

Français
English
Español
Italiano
