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Athens Märkte: Mittel gegen die Krise

Athens Märkte: Mittel gegen die Krise

Marie Lecocq - 20-07-2012

Vergessen wir für einen Moment die Finanzmärkte und wenden wir uns den echten Märkten der griechischen Hauptstadt zu - um der Krise ein Schnäppchen zu schlagen!

 
Während die Wirtschaftskrise das Land erschüttert, hoffen die Griechen auf den Tourismus, um die Situation zu entschärfen. Tatsächlich macht die Branche 15 % des Bruttoinlandprodukts aus. Händler und Restaurantbetreiber der griechischen Hauptstadt versuchen, durch drastische Preissenkungen den Schiffbruch abzuwenden. Von den Läden der Plaka bis zu den Laiki (Wochenmärkten) zeigen wir Ihnen, wie man Schnäppchen macht und gleichzeitig sinnvoll Geld ausgibt.
 
Flohmarkt von Monastiraki 
Er ist der wohl bekannteste Markt von Athen. Zwischen den Metrostationen Monastiraki und Thissio stapeln sich entlang der Ermou-Straße und den angrenzenden Straßen Möbel, Nippes, und sonstige griechische Merkwürdigkeiten aus den letzten Jahrzehnten vor überladenen Schaufenstern. Am Sonntagmorgen kann man hier wahre Schätze ausgraben: kitschige Ikonen, Bouzoukis, ungewöhnliche Objekte der griechischen Kultur, wie das Briki, ein kleines Töpfchen, in dem traditionell der Kaffee gekocht wird, oder den Kartoutso, einen farbigen Aluminiumkrug, der für die Tavernas typisch ist. Die Trödelhändler flicken ihre Fundstücke vor den Augen der Passanten zurecht, in einem fröhlichen bunten Durcheinander, in dem man nach Herzenslust stöbern kann.
 
 
Die Läden der Plaka 
In diesem malerischen Stadtteil am Fuße der Akropolis reihen sich die Geschäfte in der schmalen Adrianou-Straße (parallel zur Ermou-Straße) aneinander. Nach einem anstrengenden Besuch des Parthenon in gleißender Sonne lässt es sich im erfrischenden Schatten der Markisen angenehm flanieren. Man findet hier Andenken in allen Formen und Farben: Olympische Götterfiguren aus Ton, Kochbücher und natürlich auch Tavli, eine Art griechisches Backgammon, das auf den Kaffeeterrassen der Hauptstadt ebenso gerne gespielt wird wie in den Beach Bars der Kykladen. Seit dem letzten Jahr haben nicht nur die Kleider- und Schuhgeschäfte, sondern auch zahlreiche Juwelierläden die Preise erheblich gesenkt.
 
Die Agora
Nein, gemeint ist nicht die archäologische Ausgrabungsstätte an dem Ort, wo Sokrates einst hin und her schreitend Philosophie lehrte, sondern die große Markthalle von Athen. Etwa 500 Meter vom Platz Monastiraki entfernt befindet sich entlang der Athinas-Straße der Varvakeios. Das imposante klassizistische Gebäude mit einer Dachstruktur aus Glas und Metall ist kein simpler Lebensmittelmarkt, sondern eine echte Lektion in Sachen griechische Gastronomie. Dutzende von Ständen mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten zu unschlagbaren Preisen werden begleitet von einer Handvoll Tavernas, in denen leckere kleine traditionelle Gerichte vor Ihren Augen zubereitet werden. Manche Liebhaber griechischer Küche kommen hierher, um Speisen zu genießen, die sonst nur noch schwer zu finden sind, wie zum Beispiel Schweinsfuß-Suppe. Ein paar Meter weiter verwandelt Dimitri in seinem sehr alten Familienrestaurant Diporto, das jedem Athener ein Begriff ist, Ihre kulinarischen Einkäufe in traditionelle Speisen. Er natürlich auch noch ein paar weitere Gerichte auf der Karte, die im Übrigen täglich wechselt. 
 
Der Markt von Piräus
Der große Hafen der griechischen Hauptstadt, Ausgangspunkt für alle Ausflüge zu den griechischen Inseln, besitzt natürlich auch einen Markt. Allerdings muss man früh aufstehen, denn früh am Morgen ist die unvergleichliche Atmosphäre besonders intensiv, wenn die Schätze des Meeres mit schnellen Gesten auf den Ständen ausgebreitet werden, bevor sie praktisch umgehend in den Körben der sich vor den Auslagen drängenden Kunden wieder verschwinden. Täglich (außer am Sonntag) bereichern Obst, Gemüse und Gewürze mit ihrem Duft den Meeresgeruch. Rund um die Metrostation befindet sich außerdem ein Flohmarkt.
 
 
Die Laiki
Die Laiki sind Wochenmärkte, die man in allen Teilen der Stadt antrifft. Sie sind eine willkommene Gelegenheit, die touristischen Bereiche zu verlassen und lokale Produkte zu günstigen Preisen zu kaufen. Ein- oder auch zweimal die Woche kann man so den Alltag eines Viertels von Athen miterleben und sich unter die lokale Bevölkerung mischen. Hobbyfotografen werden begeistert die herrlichen, fein säuberlich aufgereihten Obst- und Gemüsestände ins Visier nehmen, unter dem amüsierten Blick der Einheimischen. Ein wahres Fest fürs Auge und für den Gaumen: Oliven, Öl, getrocknete Tomaten, Honig und andere, für uns ungewöhnliche Produkte kann man hier für wenig Geld erwerben. Wer ein leckeres Picknick organisieren oder einen guten Tzatziki zubereiten möchte, wird um einen Gang zum Wochenmarkt also wohl kaum herumkommen.
 
Praktische Hinweise
Informationen und Fremdenverkehrsämter der Stadt Athen:
 

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