Varengeville-sur-Mer
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Le Bois des Moutiers, ein Garten besonderer Prägung :
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Le Bois des Moutiers, ein Garten besonderer Prägung
Le Bois des Moutiers, ein Garten besonderer Prägung
Georges Rouzeau - 27-09-2012
Gelegen in einem Taleinschnitt an der Küste bei Varengeville-sur-Mer in der Normandie ist Le Bois des Moutiers zugleich ein englischer Garten, ein Park mit exotischen Pflanzen und ein Arts & Crafts-Haus. Antoine Bouchayer-Mallet führt uns durch das Anwesen, das im Einklang mit den Grundsätzen der Theosophie gestaltet wurde.
Auf einer Halbinsel, die einige der schönsten Gärten Nordeuropas vereint, bietet das über hundertjährige Anwesen Le Bois des Moutiers mehr als nur einen schönen Park zum Lustwandeln. Der Beweis: Man begegnet hier immer wieder Besuchern, die von der besonderen Atmosphäre des Ortes so ergriffen sind, dass sie feuchte Augen bekommen. Denn Le Bois des Moutiers ist ein Gesamtkunstwerk: ein englischer Garten, das erste und einzige Beispiel der Arbeit der großen Landschaftsgärtnerin Gertrude Jekyll (1843-1932), Erfinderin der Mixed-borders* auf dem europäischen Festland; ein nach den Grundsätzen der Bewegung Arts & Crafts restauriertes Herrenhaus, Werk des Architekten Edwin Lutyens (1869-1944), bekannt u.a. als Baumeister des Palasts des Vizekönigs in Neu Delhi; ein Park, dessen saurer Boden zusammen mit dem milden, feuchten Klima dafür sorgt, dass exotische Pflanzen prachtvoll gedeihen, darunter Himalaya-Rhododendren, die hier eine Höhe von bis zu acht Metern erreichen.
Die Begründer des 1898 geschaffenen Anwesens – die Großeltern des gegenwärtigen Besitzers Antoine Bouchayer-Mallet – waren Anhänger der modernen theosophischen Lehre. Der Geist dieser Bewegung, die das Ideal der Bruderschaft der Menschheit anstrebt, lebt, so scheint es, in jedem Stein, jedem Baum und jeder floralen Komposition weiter.
Zahlreiche Künstler des 20. Jh. sind auf den Gartenwegen von Le Bois des Moutiers gewandelt, von Jean Cocteau über Virginia Woolf bis zu André Gide. Antoine Bouchayer-Mallet bezeichnet die Atmosphäre von Haus und Garten als „vom Geist durchweht“. Dem bleibt eigentlich nichts hinzuzufügen.
*Mixed-borders sind gemischte Rabatten, in dem einjährige und mehrjährige Stauden und Kleinsträucher bunt durcheinander gepflanzt sind, ohne in Höhe und Form aufeinander abgestimmt zu sein, um eine möglichst breite Farbpalette entstehen zu lassen, als Hommage an die Kunst der Malerei.
Praktische Hinweise
Le Bois des Moutiers
Route de l’Église – 76119 Varengeville-sur-Mer
Tel.: + 33 (0) 2 35 85 10 02
Geöffnet von Mitte März bis Mitte November: 10-12 Uhr und 14-18 Uhr
10 € (Kinder unter 7 Jahre frei).
Abendessen und Übernachten
Ideal gelegen – ganz in der Nähe aller Parks von Varengeville-sur-Mer sowie unweit der Küste mit ihren Kreidefelsen (5 min zu Fuß) – ist dieses Hotel-Restaurant, das eher wie eine Familienpension wirkt, eine höchst empfehlenswerte Adresse. Alle Zimmer gehen entweder auf grüne Wiesen oder auf das blaue Meer hinaus.
Mittag essen
Le Piment bleu
La Cidrerie – Château de Varengeville
Route de Dieppe – Varengeville-sur-Mer
Tel.: + 33 (0) 2 35 83 38 95 oder + 33 (0) 6 77 76 20 63 (Mobiltelefon)
In einer Mischung aus Atelier, Teesalon und Boutique serviert die Besitzerin, die ansonsten Stoffdesignerin ist, leichte Mahlzeiten bestehend aus Tartes, Quiches und Salaten (alles frisch und hausgemacht), sowie traumhafte Desserts, darunter eine unvergessliche Amandine à l’orange (Mandelgebäck mit Orange).
Tourismuskomitee des Departements Seine-Maritime

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